Über 100 VPN-Dienste werben heute um Ihre Gunst, und fast alle versprechen das Gleiche: Anonymität, Höchstgeschwindigkeit, Streaming ohne Grenzen. In unseren Tests halten jedoch nur wenige Anbieter diese Versprechen, während andere Daten speichern, Verbindungen abbrechen lassen oder an Netflix scheitern. Wer den falschen VPN-Service wählt, zahlt also im Zweifel für eine trügerische Sicherheit.
Nach dem Vergleich von zehn VPN-Anbietern in den Disziplinen Geschwindigkeit, Streaming, P2P, Sicherheit und Bedienung ist NordVPN für uns das beste VPN 2026: über 9.200 Server in 129 Ländern, die höchsten Download-Raten in all unseren Messungen, eine No-Logs-Richtlinie, die Deloitte im Februar 2026 zum sechsten Mal bestätigt hat, und ein Preis von 2,56 € pro Monat mit dem Code 01NET. ExpressVPN ist mit 2,39 € pro Monat und seinem sehr schnellen Lightway-Protokoll eine starke Alternative, bietet aber deutlich weniger Server und weder MultiHop noch Port-Forwarding.
In diesem VPN-Vergleich erfahren Sie, wie wir getestet haben, was die Anbieter kosten, welche Funktionen wirklich zählen und welcher VPN-Dienst zu Ihren Bedürfnissen passt.
8922 Server
129 abgedeckte Länder
30 Tage kostenlos testen
10 Geräte gleichzeitig
9.8 /10
3000 Server
105 abgedeckte Länder
30 Tage kostenlos testen
10 Geräte gleichzeitig
9.4 /10
12000 Server
100 abgedeckte Länder
45 Tage kostenlos testen
7 Geräte gleichzeitig
9.2 /10
4500 Server
100 abgedeckte Länder
30 Tage kostenlos testen
Unbegrenzte Verbindungen
9.1 /10
Definition: Was ist ein VPN-Service und wozu dient er?
Klären wir zuerst, was ein VPN eigentlich ist und warum es 2026 sinnvoll ist, ein solches Tool zu nutzen. Die Abkürzung steht für Virtual Private Network, auf Deutsch Virtuelles Privates Netzwerk. Der Name verrät bereits das Prinzip: Zwischen Ihrem Gerät und einem Server wird eine private, verschlüsselte Verbindung aufgebaut, die vom restlichen Internet abgeschirmt ist.
Bekannt ist diese Technik vor allem aus Unternehmen, deren Mitarbeiter sich von unterwegs sicher mit den Firmenservern verbinden. Doch damit sind die Möglichkeiten eines VPN noch lange nicht ausgeschöpft. Heute nutzen auch viele Privatpersonen einen VPN-Dienst, um ihre Privatsphäre zu schützen und weitere Vorteile zu genießen.
Einer der wichtigsten Punkte ist das Verbergen der IP-Adresse. Websites sehen nur noch die IP des VPN-Servers, und Ihr Internetprovider kann nicht mehr nachvollziehen, welche Seiten Sie aufrufen. Er sieht lediglich, dass Sie mit einem VPN verbunden sind. Das VPN funktioniert also wie ein Gateway zum Internet und hilft auch in Ländern, in denen der Staat das Internet stark kontrolliert. Umso wichtiger ist die Wahl des richtigen Anbieters, denn nicht alle setzen diese Aufgabe zuverlässig um. Ein guter Anbieter darf beispielsweise keine Logs speichern und muss ein großes Servernetz haben.

Für viele Menschen ist es außerdem wichtig, nicht von Werbetreibenden verfolgt zu werden. Andere möchten auf Dienste zugreifen, die nur in bestimmten Regionen verfügbar sind, wie wir es von Fernsehsendern kennen. Ein Beispiel: Es wäre doch schön, wenn man die Programme deutscher Fernsehsender auch im Urlaub in England, Frankreich oder Italien ansehen könnte. Wichtig zu wissen: Die Nutzung eines VPN ist in Deutschland legal. Es gibt jedoch Verwendungen, die es nicht sind, etwa der Download urheberrechtlich geschützter Dateien. Und das Umgehen von Ländersperren kann gegen die Nutzungsbedingungen einzelner Dienste verstoßen.
Im Rahmen unseres Tests mussten wir solche Funktionen natürlich ausprobieren, um zu prüfen, ob die Anbieter halten, was sie versprechen. Empfehlen möchten wir diese Verwendungen damit aber nicht. Für diesen Vergleich der besten VPN haben wir Dutzende Anbieter analysiert, doch nur eine Handvoll konnte unsere Erwartungen erfüllen. Gerade wer die möglichen Risiken nicht kennt, sollte bei der Auswahl wachsam sein.
Top 10: Die besten VPN-Anbieter 2026 im Überblick
- NordVPN: der beste VPN-Service in 2026
- ExpressVPN: der Top-Kandidat für alle, die Wert auf Sicherheit und Einfachheit legen
- CyberGhost: ein erschwingliches VPN, das ideal für Streaming ist
- Surfshark: der beste Dienst, um unbegrenzt viele Geräte zu schützen
- Proton VPN: Schweizer Datenschutz und Open Source
- Private Internet Access VPN (PIA)
- TunnelBear
- PureVPN
- Ivacy VPN
- Avast SecureLine VPN
| Anbieter | Server / Länder | Geräte | Sitz | No-Logs-Audit | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| NordVPN | 9.200+ / 129 | 10 | Panama | Deloitte (2026) | 2,56 € |
| ExpressVPN | ca. 3.000 / 105 | 10 bis 14 | Britische Jungferninseln | KPMG (2025) | 2,39 € |
| CyberGhost | 12.000+ / 100 | 7 | Rumänien | Deloitte | 2,19 € |
| Surfshark | 4.500 / 100 | unbegrenzt | Niederlande | Deloitte (2025) | 1,99 € |
| Proton VPN | 19.000+ / 145 | 10 | Schweiz | Securitum | ca. 4,50 € |
| PIA | 26.000+ / 91 | 10 | USA | Deloitte | k. A. |
VPN-Anbieter Vergleich: Wie wählt man den besten VPN-Dienst aus?
Welcher Anbieter der beste ist, hängt natürlich von Ihren Bedürfnissen ab. Dennoch passt das insgesamt beste VPN für die meisten Nutzer. In diesem Vergleich finden Sie die bekanntesten Anbieter, die wir analysiert haben, um die Dienste mit den besten Leistungen bei den meisten Kriterien zu ermitteln.
VPN-Preise im Vergleich
Der Punkt, der bei vielen zuerst die Aufmerksamkeit erregt, ist der Preis. Jedes VPN bietet verschiedene Abonnements an, und die Kosten sinken mit der Laufzeit. Interessant ist auch, dass alle hier genannten VPN mehrere gleichzeitige Verbindungen erlauben. Sie können den Dienst also auf verschiedenen Geräten nutzen, ohne ein weiteres Abo abzuschließen. Beachten Sie, dass sich viele Abos nach der ersten Laufzeit zum regulären Preis verlängern.
NordVPN
- 12,99 € pro Monat beim Monatsabo
- 2,56 € pro Monat mit dem Langzeit-Abo über 28 Monate und dem Code 01NET (77 % Rabatt)
- Tarife Basic, Plus, Premium und Prime mit unterschiedlichem Funktionsumfang
Alle Angebote von NordVPN entdecken
ExpressVPN
- 12,95 € pro Monat beim Monatsabo
- 2,39 € pro Monat mit dem Langzeit-Abo über 28 Monate (78 % Rabatt)
- Tarife Basic, Advanced und Pro mit 10, 12 oder 14 Geräten
Alle Angebote von ExpressVPN entdecken
CyberGhost
- 11,99 € pro Monat
- 6,99 € pro Monat mit einem 6-monatigen Abonnement (insgesamt 41,94 €)
- 2,19 € pro Monat mit einem 2-jährigen Abonnement inkl. 2 Monate kostenlos (insgesamt 56,94 € für 26 Monate)
Alle Angebote von CyberGhost entdecken
Surfshark
- 15,45 € pro Monat beim Monatsabo
- 1,99 € pro Monat mit dem Langzeit-Abo über 27 Monate
Alle Angebote von SurfShark entdecken
Natürlich ist der Preis nicht das einzige Kriterium für die Wahl eines VPN. An erster Stelle sollte immer die Qualität des Dienstes stehen, vor allem beim Schutz Ihrer Daten. Erst in Kombination mit den Leistungen zeigt der Preis, wie gut das Preis-Leistungs-Verhältnis ist. Die Bedienung muss einfach sein, die Geschwindigkeit hoch und das Servernetz groß genug, damit die Verbindung nicht ausgebremst wird.
Unser VPN-Vergleich: Die Testergebnisse
Sehen wir uns nun an, was die Tests der Apps ergeben haben, denn hier zeigt sich die tatsächliche Leistung der einzelnen VPN. Für den Vergleich haben wir objektive Kriterien wie Geschwindigkeit und Übertragungsraten gewählt, aber auch subjektive wie die Übersichtlichkeit der Benutzeroberfläche und den Umfang der Zusatzfunktionen.
Wie konfiguriert man ein VPN?
Hier können wir sofort Entwarnung geben. Bei keiner der Anwendungen gab es nennenswerte Unterschiede oder Probleme. Das Prinzip kennt man: Man lädt die App auf der Seite des Anbieters herunter und startet die Installation. Alle Anwendungen laufen unter Windows, macOS, iOS und Android, die meisten auch unter Linux.
Geschwindigkeit der Verbindung
Nach der Installation ging es an den eigentlichen Test. Zunächst haben wir die Übertragungsraten mit dem Tool Speedtest gemessen. Für gleiche Bedingungen haben wir alle VPN mit denselben Regionen verbunden (Deutschland, Singapur, New York) und der Anwendung jeweils die Wahl des schnellsten Servers überlassen.
Wir haben die Messungen mehrfach wiederholt, die Ergebnisse unterschieden sich dabei nur wenig. Den Ping haben wir nicht gewertet, da er vor allem von der Entfernung zum Server abhängt und bei allen Anbietern ähnlich ausfiel. Der Fokus lag auf der Download-Geschwindigkeit. Zum einen, um den Test zu vereinfachen. Zum anderen, weil die Download-Rate bestimmt, wie flüssig Sie surfen und streamen. Die Upload-Werte folgten in unseren Messungen weitgehend demselben Muster.
Als Referenz: Unsere Bandbreite ohne VPN lag bei über 200 Mbit/s. Diesen Wert hat kein Dienst erreicht, was bei verschlüsselten Verbindungen zu weit entfernten Servern normal ist. In unserer Tabelle finden Sie für den Download auch einen Durchschnittswert, der als Grundlage für die Rangliste diente.

In dieser Grafik sieht man es noch ein bisschen genauer:

Sehen wir uns die Ergebnisse an. NordVPN konnte mit seinen Geschwindigkeiten absolut überzeugen. In allen Tests erzielte er an allen Standorten die besten Download- und Upload-Werte und überschritt in New York sogar die Marke von 150 Mbit/s. Grund dafür ist vor allem sein auf WireGuard basierendes NordLynx-Protokoll.
Die Plätze dahinter belegen ExpressVPN, CyberGhost und Surfshark.
Proton VPN zeigte sich an allen Standorten relativ stabil. Bei Private Internet Access waren die Geschwindigkeiten gut, schwankten aber je nach Tageszeit deutlich. TunnelBear und PureVPN schnitten in Singapur eher schwach ab, insgesamt sind ihre Geschwindigkeiten aber noch in Ordnung. Ivacy und Avast SecureLine lieferten leider fast überall schlechte Ergebnisse, weshalb wir sie nicht empfehlen können. Das Fazit ist klar: NordVPN hat in dieser Runde deutlich die Nase vorn.
Streaming
Von der Geschwindigkeit her eignen sich fast alle getesteten Dienste für Streaming, mit Ausnahme von Avast SecureLine in manchen Fällen. Für die Tests haben wir versucht, die US-Kataloge von Netflix und Prime Video zu entsperren sowie US-amerikanische, britische und australische TV-Sender zu streamen.
Netflix geht seit einiger Zeit verstärkt gegen VPN vor, um die Lizenzvereinbarungen mit den Rechteinhabern einzuhalten. Das macht sich bemerkbar: Mit einigen VPN lassen sich ausländische Kataloge nicht mehr abrufen. Die Anbieter passen sich jedoch laufend an, und die besten schaffen es weiterhin, gesperrte Kataloge zu entsperren. Da sich hier vieles schnell ändert, kann ein Test nach einigen Wochen bereits überholt sein.
Ivacy und Avast SecureLine konnten weder den US- noch den kanadischen Netflix-Katalog entsperren. Bei NordVPN, ExpressVPN, CyberGhost und Surfshark funktionierte das dagegen problemlos, wenn auch mit kurzen Ladezeiten. Auch bei Prime Video wurden diese VPN nicht erkannt und boten auf beiden Plattformen hervorragenden Zugang. Für viele Nutzer ist das ein sehr wichtiger Punkt in diesem Vergleich. Beachten Sie aber, dass die Nutzungsbedingungen der Streaming-Dienste den Zugriff auf Kataloge anderer Länder nicht vorsehen.

Eine kleine Besonderheit: NordVPN, ExpressVPN und CyberGhost bieten Browser-Erweiterungen für Chrome an, mit denen Sie Ihren Standort direkt im Browser ändern können. Das ist praktisch, wenn Sie nur im Browser streamen möchten.
Kommen wir zu den Fernsehsendern. Beim britischen Fernsehen haben wir vor allem die BBC getestet, hier gab es keine Probleme, ebenso wenig in Australien. CyberGhost bietet sogar einen eigenen Streaming-Server für BBC iPlayer an, einen Unterschied zu den anderen VPN haben wir aber nicht bemerkt. In den USA sieht es ähnlich aus: Die Top-VPN NordVPN, ExpressVPN, CyberGhost und Surfshark ermöglichen problemlos den Zugriff auf die Livestreams von CNN oder Fox News. Bei den übrigen Anbietern funktionierte der Stream oft nur einige Minuten, dann wurden wir erkannt oder nach Zugangsdaten eines US-Kabelanbieters gefragt.
Die Streaming-Erfahrung hing also stark vom verwendeten VPN ab. Einige Dienste sind noch zu instabil, um geografische Beschränkungen zuverlässig zu umgehen. Für diese Kategorie empfehlen wir NordVPN, ExpressVPN oder CyberGhost, die bei jedem unserer Versuche einwandfrei funktioniert haben.
Downloads (P2P)
Auch dieser Punkt ist für viele Nutzer relevant. Das Herunterladen haben wir mit legalen Dateien über das BitTorrent-Protokoll getestet. Ivacy kam dabei kaum über 500 KB/s hinaus, Proton VPN bewegte sich um 1 MB/s, obwohl seine Server für P2P optimiert sind. NordVPN und Surfshark schnitten dank effizienter P2P-Server deutlich besser ab und erreichten 3,5 MB/s oder mehr. NordVPN bietet dafür über 7.500 P2P-fähige Server.
Somit geht auch hier NordVPN als Sieger hervor, ExpressVPN und CyberGhost folgen knapp dahinter.
Der Kill Switch, das kleine, aber wichtige Extra
Neben den Grundfunktionen bieten viele VPN Zusatzfunktionen. Dazu gehört der Kill Switch, und die gute Nachricht ist: Alle getesteten Anbieter haben ihn im Angebot. Was macht diese Funktion? Bricht die Verbindung zum VPN unerwartet ab, unterbricht der Kill Switch sofort Ihren Internetzugang. So wird verhindert, dass Ihr Datenverkehr ungeschützt über Ihren Internetprovider läuft. In unseren Tests ist das zwar nie passiert, aber man kann es ja nie wissen. NordVPN bietet sogar zwei Varianten an: einen systemweiten und einen App-bezogenen Kill Switch.
Beim Funktionsumfang bieten NordVPN, ExpressVPN und CyberGhost am meisten. Wir ersparen Ihnen eine endlose Bestandsaufnahme, aber alle drei verfügen über Server, die für bestimmte Aktivitäten optimiert sind. NordVPN bietet zudem “Onion Over VPN” für den Zugang zum Tor-Netzwerk und Double VPN, das Ihre Verbindung über zwei Server leitet. Eine dedizierte IP-Adresse können Sie gegen Aufpreis bei NordVPN (in 18 Ländern), CyberGhost und inzwischen auch bei ExpressVPN buchen.
NordVPN, ExpressVPN und CyberGhost bieten außerdem Split-Tunneling unter Windows und Android an. Damit legen Sie fest, welcher Datenverkehr über das VPN läuft und welcher nicht, was sehr praktisch sein kann.

Insgesamt fanden wir die Bedienung bei NordVPN am angenehmsten. Die Verbindung steht sehr schnell, Bugs traten kaum auf, und die Benutzeroberfläche mit interaktiver Weltkarte ist besonders übersichtlich, seit 2026 auch in den mobilen Apps. Auch die Oberflächen von ExpressVPN und CyberGhost sind sehr gut durchdacht. CyberGhost bietet beispielsweise eigene Streaming-Server für Plattformen wie Netflix, Disney+ oder HBO Max, die sich direkt auswählen lassen.
Bei anderen getesteten Anbietern sah es weniger gut aus. Bei Ivacy und PureVPN traten häufiger Bugs und Fehlfunktionen auf. Das ist schade, denn gerade PureVPN könnte mit seinem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen, wenn er diese Mängel beheben würde.
Ist die Nutzung eines VPN in Deutschland legal?
Bevor man ins Detail geht, sollte man diese Frage klären. In Deutschland und im gesamten DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) sind VPN vollkommen legal. In anderen Ländern kann das anders aussehen, vor allem in Staaten mit starker Internetzensur. In China sind nur staatlich genehmigte VPN erlaubt, in Russland werden nicht registrierte VPN-Dienste blockiert und Werbung für VPN ist verboten. Viele Reisende installieren ihr VPN deshalb bereits vor der Einreise, um gesperrte Dienste wie soziale Netzwerke dennoch nutzen zu können. Informieren Sie sich in jedem Fall vorab über die lokale Rechtslage.
Nicht erlaubt ist es dagegen, mit einem VPN Aktivitäten durchzuführen, die nach deutschem Recht verboten sind. Das gilt insbesondere für das Teilen urheberrechtlich geschützter Dateien per P2P-Filesharing. Das P2P-Protokoll selbst ist legal, illegal ist die Verbreitung geschützter Inhalte. Denn nur weil man ein legales Tool verwendet, wird eine illegale Aktivität noch lange nicht legal.
VPN-Lösungen für jeden Bedarf: Warum sollte man ein VPN verwenden?
Der wichtigste Grund ist, dass ein Virtuelles Privates Netzwerk Ihre Sicherheit im Internet erhöht und Ihnen den Zugriff auf Ressourcen eines Netzwerks ermöglicht, ohne vor Ort sein zu müssen. Was Sie sonst noch alles mit Ihrem VPN machen können, liegt ganz bei Ihnen. Im Allgemeinen lassen sich VPN-Nutzer in verschiedene Kategorien einteilen, wobei man natürlich auch mehrere davon kombinieren kann.
- Sie surfen in einem öffentlichen WLAN-Netzwerk (Café, Zug, Flughafen usw.)
In dieser Situation wird ein VPN zu Ihrem besten Freund, selbst wenn das WLAN mit einem Passwort geschützt ist. Denn alle Nutzer teilen sich dasselbe Passwort, und ein Angreifer im selben Netzwerk kann je nach Konfiguration den Datenverkehr anderer mitschneiden oder einen gefälschten Hotspot mit vertrauenswürdigem Namen einrichten. Ein gemeinsames WPA2-Passwort, wie es in vielen Cafés üblich ist, bietet daher keinen ausreichenden Schutz gegenüber anderen Netzwerknutzern.
Was ändert sich mit einem VPN? Ihr gesamter Datenverkehr wird verschlüsselt, bevor er das Netzwerk erreicht. Zwar sind die meisten Websites heute per HTTPS gesichert, doch DNS-Anfragen, unverschlüsselte Apps und manipulierte Hotspots bleiben ein Risiko. Mit einem VPN wird Angreifern der Zugriff so erheblich erschwert, dass sie sich lieber leichterer Beute widmen. Auch wenn Sie im Zug mit sensiblen Daten arbeiten, sind diese deutlich besser geschützt.

- Sie reisen in ein Land mit Internetzensur
Wir haben bereits stark zensierte Länder wie China oder Russland erwähnt, in denen Facebook und zahlreiche andere Dienste gesperrt sind. Wenn Sie dorthin reisen, betrifft Sie das natürlich auch. Ein VPN kann helfen, allerdings nur, wenn Sie einen leistungsstarken Anbieter wählen, denn viele VPN werden dort blockiert. In unseren Tests funktionierten NordVPN mit seinen verschleierten Servern und ExpressVPN am zuverlässigsten, eine Garantie gibt es in China aber nie.
Mit einem VPN können Sie zudem im Ausland auf Streaming-Dienste zugreifen, die Sie zu Hause bezahlen und die im Ausland aus lizenzrechtlichen Gründen gesperrt sind. So nutzen Sie Ihre Dienste im Urlaub oder auf Geschäftsreise wie gewohnt. Innerhalb der EU ist das bei vielen Bezahldiensten dank der Portabilitätsverordnung sogar ohne VPN möglich.
Nicht überraschend steigt die VPN-Nutzung außerhalb der USA deshalb auch bei großen Sportereignissen wie dem Super Bowl (dem Finale der US-Football-Liga NFL) oder March Madness (der Basketball-Meisterschaft der US-Universitäten) stark an.
Umgehen Sie die Zensur mit NordVPN
Streaming-Anbieter wie Netflix versuchen laufend, VPN zu blockieren, doch die hochwertigen Dienste passen sich sehr schnell an. Ein Beispiel: Wenn Sie sich in den USA aufhalten, haben Sie dort zwar Zugriff auf Netflix, aber nur auf den US-Katalog. Mit Ihrem VPN können Sie sich eine deutsche IP-Adresse holen und so die Serien und Filme weiterschauen, die Sie von zu Hause kennen, die in den USA aber eventuell nicht verfügbar sind.
Manche versuchen auch, über ein VPN günstigere Abo-Preise in anderen Ländern zu nutzen. Davon raten wir ab: Netflix und die meisten anderen Dienste koppeln den Preis an das Land Ihrer Zahlungsmethode, und ein solcher Trick verstößt gegen die Nutzungsbedingungen.
- Sie arbeiten als digitaler Nomade oder studieren auf Reisen
Ursprünglich wurden VPN genau dafür entwickelt: Unternehmen oder Hochschulen stellen sie bereit, damit Mitarbeiter und Studierende von außen auf interne Daten zugreifen können. Doch das ist nicht alles. Ein VPN schützt die Verbindung auch dann, wenn Sie sich über ein öffentliches WLAN einloggen, was unterwegs etwa in Cafés oder an Flughäfen sehr häufig vorkommt.
- Sie vertreten politisch abweichende Meinungen
Es ist kein Geheimnis, dass nicht in allen Ländern die gleiche Presse- und Meinungsfreiheit gilt wie in vielen westlichen Ländern. Einige Regime gehen mit drakonischen Maßnahmen gegen Menschen vor, die sie als Bedrohung ansehen, und überwachen sie gezielt.
Für politisch Andersdenkende ist es deshalb oft unumgänglich, ein VPN und weitere Tools zum Schutz ihrer Daten zu nutzen, wenn sie in einem repressiven Staat leben oder sich dort aufhalten. Da Regierungen immer härter gegen VPN vorgehen, braucht man einen hochwertigen Anbieter mit Verschleierungstechniken, um weiterhin geschützt zu bleiben.
- Sie wünschen sich einfach mehr Privatsphäre
Auch zu Hause ist ein VPN eine gute Idee. Ihr Internetprovider kann dann nicht mehr nachvollziehen, welche Websites Sie besuchen, und Werbenetzwerke können Sie nicht mehr über Ihre IP-Adresse wiedererkennen. Dabei geht es nicht um illegale Aktivitäten: Auch wer nichts zu verbergen hat, kann sich so mehr Privatsphäre verschaffen. Völlige Anonymität garantiert ein VPN allerdings nicht, denn über Cookies und angemeldete Konten können Dienste Sie weiterhin erkennen.
Wer ein VPN häufig nutzt, sollte sich gründlich informieren, denn die Unterschiede zwischen den Anbietern sind groß. Diese Recherche haben wir Ihnen abgenommen und unsere Favoriten ausgewählt. Sie können also direkt aus unserem Vergleich wählen.
- Sie möchten online Schnäppchen finden
Immer mehr Einkäufe werden online erledigt, und manche Händler, Fluggesellschaften oder Buchungsportale zeigen je nach Land unterschiedliche Preise an. Woher wissen die Seiten, wo Sie sich befinden? Über Ihre IP-Adresse. Mit einem VPN können Sie Ihren virtuellen Standort ändern und die Preise verschiedener Länderversionen vergleichen.
Garantiert ist eine Ersparnis allerdings nicht, und Wechselkurse oder Gebühren für Auslandszahlungen können den Vorteil schnell aufzehren. Am ehesten lohnt sich der Vergleich bei Flugtickets und Hotels. Beachten Sie zudem, dass manche Plattformen solche Käufe in ihren Nutzungsbedingungen untersagen.
- Eine Kombination der vorherigen Punkte
Wir haben diese Kategorien gebildet, um Ihnen einen besseren Überblick zu geben, und weil manche Nutzer vor allem eine Funktion nutzen. Die besten VPN aus unserem Vergleich decken jedoch die gesamte Palette ab.
Sie müssen sich also nicht festlegen, ob Sie nur einen Aspekt nutzen wollen oder alle. Spätestens wenn Sie auf Reisen oder bei der Arbeit WLAN-Netzwerke nutzen, die Sie nicht selbst verwalten, sollten Sie ein VPN verwenden. Denn wer im Café mit dem Laptop seine E-Mails abruft oder am Flughafen Bankgeschäfte erledigt, geht ohne VPN unnötige Risiken ein.
Ist man mit einem VPN in Sicherheit?
Grundsätzlich ja. Ein VPN erhöht Ihre Sicherheit im Internet deutlich, vorausgesetzt, Sie wählen den richtigen Anbieter. Wenn Sie noch unschlüssig sind und wenig Erfahrung haben, hilft Ihnen dieser Artikel weiter. Wir haben zahlreiche VPN-Clients umfangreich getestet, sodass Sie diesen Vergleich als Grundlage für Ihre Entscheidung nutzen können.
Was bedeutet Online-Sicherheit konkret? Mit einem VPN stellen Sie sicher, dass Ihr Internetprovider nicht mehr sieht, welche Websites Sie besuchen. Dafür läuft Ihr Datenverkehr nun über die Server des VPN-Anbieters. Deshalb müssen Sie ihm vertrauen können. Es gibt durchaus unseriöse VPN-Dienste, die Nutzerdaten an Dritte weitergeben, womit von Sicherheit keine Rede mehr sein kann. Genau deshalb sollten Sie bei “gratis” VPN vorsichtig sein: Auch diese Anbieter haben Kosten für ihre Server, und manche haben diese in der Vergangenheit über die Daten ihrer Nutzer finanziert.
Wenn Ihnen Ihre Privatsphäre wichtig ist, ist ein VPN eine sehr gute Wahl, solange Sie gut recherchieren. Was steht in den Nutzungsbedingungen? Handelt es sich um ein No-Logs-VPN, das keine Nutzerdaten speichert? Und wurde dieses Versprechen von einer unabhängigen Prüfgesellschaft bestätigt? Denn es gab bereits Anbieter, die mit “No-Logs” warben und dennoch Daten gespeichert haben.
Auch der Firmensitz spielt eine Rolle. Länder ohne Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung und außerhalb der Geheimdienstallianzen 5-, 9- und 14-Eyes gelten als besonders datenschutzfreundlich. NordVPN sitzt in Panama, ExpressVPN auf den Britischen Jungferninseln und CyberGhost in Rumänien, das zwar zur EU, aber zu keiner dieser Allianzen gehört. Noch aussagekräftiger als der Standort sind jedoch unabhängige Audits: Alle drei Anbieter haben ihre No-Logs-Richtlinie von großen Prüfgesellschaften wie Deloitte oder KPMG bestätigen lassen.
Welches Gratis-VPN soll man wählen?
Kostenlos klingt verlockend, doch in den meisten Fällen lohnt es sich, für ein VPN zu bezahlen. Viele Gratis-VPN-Anbieter finanzieren sich über Werbung, die oft auf Ihr Surfverhalten abgestimmt ist. Im schlimmsten Fall werden Ihre Daten an Dritte weitergegeben, und die Datenschutzrichtlinien sind häufig schwach.
Hinzu kommen technische Einschränkungen: Begrenztes Datenvolumen, wenige Serverstandorte und langsame Verbindungen. Und wenn Sie aus dem Ausland auf Plattformen wie Netflix zugreifen möchten, werden kostenlose VPN sehr häufig erkannt und blockiert.
Eine seriöse Ausnahme ist die Gratis-Version von Proton VPN: Sie bietet unbegrenztes Datenvolumen und zeigt keine Werbung, ist aber auf 10 Länder und ein Gerät beschränkt, und der Server wird automatisch zugewiesen. Streaming und P2P sind nicht möglich.
Auch mit kleinem Budget müssen Sie nicht auf einen Qualitätsanbieter verzichten, denn Sie können sich bei einem günstigen VPN anmelden. Eine weitere Option ist es, einen Premium-Dienst dank Geld-zurück-Garantie risikofrei zu testen: 30 Tage bei NordVPN und ExpressVPN, ab dem 6-Monats-Abo sogar 45 Tage bei CyberGhost. Und auch wenn die besten VPN kostenpflichtig sind, sind sie definitiv nicht teuer.
Dennoch sollten Sie sich auch bei kostenpflichtigen Anbietern genau über die Datenschutzrichtlinien informieren, denn auch hier sammeln manche mehr Daten, als nötig wäre.
In dieser Übersicht vergleichen wir daher nur kostenpflichtige Anbieter. Mehr über kostenlose VPN erfahren Sie in unseren anderen Artikeln. Denn wenn das Hauptziel eines VPN der Schutz der Privatsphäre ist, wäre es wenig konsequent, Dienste zu empfehlen, die sich über personalisierte Werbung oder Nutzerdaten finanzieren.
Fazit: Welcher ist der beste VPN-Anbieter 2026?
Eines lässt sich gleich vorweg sagen: Die günstigen Preise von Ivacy VPN und PureVPN sind zwar verlockend, bei den Leistungen können sie mit den anderen kostenpflichtigen VPN-Diensten aber nicht mithalten, weder bei den Übertragungsraten noch bei der Benutzerfreundlichkeit. Daher spielen sie für die Auswahl der besten VPN 2026 keine Rolle.
Welche anderen VPN sind noch interessant? Bei der Geschwindigkeit sind auch Avast SecureLine und Ivacy aus dem Rennen. PureVPN und PIA überzeugen zwar mit ihrer Geschwindigkeit, was beim Streaming und P2P von Vorteil ist, doch beim Wechsel des Standorts traten noch zu viele Bugs auf, was die Nutzung spürbar beeinträchtigt.
Bei den Top-Kandidaten wird es schon schwieriger. NordVPN liegt in mehreren Kategorien vorn: Er war in unseren Tests der schnellste Dienst, bietet die angenehmste Bedienung und eignet sich am besten für Torrents. Dazu kommen ein sehr großer Funktionsumfang mit Double VPN, verschleierten Servern und Threat Protection Pro (ab dem Plus-Tarif) sowie ein attraktiver Preis von 2,56 € pro Monat.
ExpressVPN bietet ebenfalls sehr überzeugende Geschwindigkeiten und schneidet in vielen Kategorien hervorragend ab. Mit 2,39 € pro Monat ist er inzwischen sogar etwas günstiger als NordVPN, bietet aber weniger Server und keine Double-VPN-Funktion.
CyberGhost deckt vieles ab und ist mit rund 2 € pro Monat besonders günstig, konnte die Zensur in Ländern wie China oder der Türkei aber nicht zuverlässig umgehen. Surfshark ist trotz seiner kürzeren Geschichte zuverlässig, etwas einfacher gestrickt und mit 1,99 € pro Monat und unbegrenzt vielen Geräten sehr preiswert, hat seinen Sitz allerdings in den Niederlanden (9-Eyes). PIA bietet gute Geschwindigkeiten und Stabilität, zeigte in unseren Tests aber öfter Bugs, vor allem bei Netflix. Mit seinem Fokus auf Datenschutz und quelloffenen Apps ist Proton VPN eine sehr gute Alternative, mit rund 4,50 € pro Monat aber weniger preisgünstig.
Worauf kommt es Ihnen also an? Wollen Sie die beste Geschwindigkeit, um entspannt zu surfen, zu streamen und gesperrte Seiten aufzurufen? Dann ist NordVPN Ihr Top-Kandidat. ExpressVPN und CyberGhost bieten ebenfalls sehr gute und stabile Leistungen, der erste mit weniger Servern, der zweite mit Schwächen bei der Zensurumgehung. Suchen Sie eine umfassende, einfache und vielseitige Lösung, ist NordVPN das beste VPN für Sie.
Sehen Sie sich die Angebote der besten VPN aus diesem Vergleich hier an:
Das Angebot von NordVPN ansehen
Das Angebot von ExpressVPN ansehen
Das Angebot von CyberGhost ansehen
Das Angebot von SurfShark ansehen
Häufige Fragen zum VPN-Vergleich
Sind nach diesem Artikel noch Fragen offen? Hier haben wir einige Fragen gesammelt, die uns häufig gestellt werden. Falls Sie eine andere Frage haben, können Sie uns gerne kontaktieren. Diese Seite wird regelmäßig aktualisiert, je nachdem, welche Rückmeldungen und neuen Informationen wir erhalten.
Was ist ein VPN?
Vereinfacht gesagt ist ein Virtuelles Privates Netzwerk eine verschlüsselte Verbindung zwischen Computern oder Netzwerken über ein öffentliches Netz, das Internet. Unternehmen nutzen die VPN-Technologie, um entfernte Standorte und Rechenzentren miteinander zu verbinden. Privatpersonen nutzen ein VPN, um auf ein Netzwerk zuzugreifen, in dem sie sich physisch nicht befinden, oder um ihre Kommunikation in einem unsicheren öffentlichen Netzwerk zu verschlüsseln.
Wenn Sie sich mit einem VPN verbinden, starten Sie zunächst eine VPN-App auf Ihrem Gerät und melden sich mit Ihren Zugangsdaten an. Ihr Gerät tauscht dann Schlüssel mit dem entfernten Server aus. Sobald sich beide gegenseitig authentifiziert haben, wird Ihre gesamte Internetkommunikation verschlüsselt und vor Lauschangriffen geschützt.
Wieso braucht man ein VPN?
Es gibt zahlreiche Gründe. Zum einen erhöht ein VPN Ihre Sicherheit und Privatsphäre. Zum anderen können Sie auf die Ressourcen eines Netzwerks zugreifen, ohne vor Ort zu sein. Wie Sie das Tool nutzen, entscheiden Sie selbst: zum Schutz in öffentlichen WLAN-Netzwerken (Flughafen, Bahnhof, Café), auf Reisen, als digitaler Nomade, zum Schutz Ihrer Meinungsfreiheit oder einfach für mehr Privatsphäre.
Welcher ist der beste VPN-Anbieter 2026?
In unserem VPN-Vergleich ist NordVPN der beste VPN-Anbieter 2026. Er war in unseren Tests der schnellste Dienst, entsperrte zuverlässig Streaming-Plattformen, bietet über 9.200 Server in 129 Ländern und eine mehrfach von Deloitte geprüfte No-Logs-Richtlinie. ExpressVPN folgt knapp dahinter, CyberGhost und Surfshark sind die besten günstigen Alternativen.
Wie viel kostet ein guter VPN-Service?
Ein hochwertiger VPN-Dienst kostet mit einem Langzeit-Abo meist nur 2 bis 3 € pro Monat: Surfshark ab 1,99 €, CyberGhost ab 2,19 €, ExpressVPN ab 2,39 € und NordVPN ab 2,56 € pro Monat. Monatsabos sind mit 12 bis 15 € deutlich teurer.
Was macht einen guten VPN-Dienst aus?
Das hängt natürlich von Ihren Bedürfnissen ab. Was die besten VPN-Dienste ausmacht, ist jedoch die richtige Kombination aus wichtigen Funktionen, Serverstandorten, modernen Protokollen, einer geprüften No-Logs-Richtlinie und einem fairen Preis. Manche Anbieter eignen sich gut für eine gelegentliche Nutzung, andere sind auf das Umgehen von Geoblocking spezialisiert. Wieder andere passen perfekt zu Nutzern, die viele Daten herunterladen und möglichst viel Privatsphäre wünschen.